Bericht über die Projektreise in den Senegal im Februar 2019

 

20. Februar 2019

Teilnehmer: Anita Gmür und Walter Burgermeister

Nach problemlosen Flügen via Brüssel sind wir gegen Abend des 8. Februars im neuen Flughafen südlich von Dakar angekommen. Dank der kürzlich in Betrieb genommenen, von den Chinesen gebauten Autobahn, waren wir in einer halben Stunde bereits in Thiès. Gewohnt haben wir im «Hotel Sall» wo wir wiederum von Rahim, Khady und ihrem Personal bestens versorgt wurden. Während unseres Aufenthalts waren wir mit einem Mietwagen unterwegs; ein unbeschadetes Überstehen des Verkehrschaos in der Stadt erfordert einige Voraussicht und Verständnis der anderen Verkehrsteilnehmer; Verkehrsregeln werden sowieso nicht befolgt.

 

Fazit unseres Arbeitsaufenthaltes: Die uns gesteckten Arbeitsziele konnten wir erreichen:
 

  • Die von uns geförderten Jugendlichen haben wir getroffen, deren Schulgelder für das laufende Schuljahr bezahlt und mit den Ausbildungsstätten in Thiès Kontakt aufgenommen.

  • Bei der Poste de Santé in Ngoye sind wir den erhofften Schritt weitergekommen. Das Bauprogramm steht, der Bauplatz für den Neubau der Geburtenabteilung ist ausgewählt und die notwendigen Schritte für einen baldigen Baubeginn wurden festgelegt.

  • Mit unserer Weihnachts-Reis-Aktion konnten wir vielen armen Familien helfen.

 

In diesen 10 Tagen haben wir einiges bewegen können, aber auch einiges erlebt, worüber wir nach unserer Rückkehr noch nachdenken und reden müssen.

 

Förderung der beruflichen Ausbildung Jugendlicher:

Die zwölf Jugendlichen, welche sich bei uns mit einem Formular für eine Ausbildungsförderung beworben haben, kannten wir nur vom Föteli. Wir freuten uns, sie persönlich kennenzulernen, um im persönlichen Gespräch ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen zu ergründen. Gleichzeitig haben wir für alle das Schulgeld für das laufende Schuljahr bezahlt.

 

Aus zeitlichen Gründen verzichteten wir auf einen Besuch der Ausbildungsstätten in Dakar. Gleich am Morgen nach unserer Ankunft trafen wir in Thiès drei junge Frauen, welche in Dakar weitergehende Schulen besuchen und auch dort bei Bekannten oder Verwandten wohnen können. Das Gespräch war zu Beginn ein wenig zaghaft, im weiteren Verlauf haben wir doch verschiedene Informationen erhalten, welche für uns wichtig sind. Die Gespräche haben gezeigt, dass auch wir (nicht nur die verantwortlichen Freunde im Senegal) mit unseren «Schützlingen» persönlich im Kontakt sein müssen. Aber im Zeitalter von E-Mail und Whatsapp ist ja dies kein Problem mehr.

 

Anderntags fuhren wir an die UNI UCAO und in das Institut Supérieur de Management  (ISM), beide in Thiès. Wir wurden dort sehr zuvorkommend empfangen und trafen dort zwei aufgeweckte, gesprächige, innovative junge Männer. Beide haben klare berufliche Ziele: Der Eine will selbständig einen eigenen IT-Service betreiben, der Andere möchte eine politische Laufbahn einschlagen. Den Beiden haben wir – nebst der Bezahlung des Schulgeldes – die Finanzierung eines Laptops versprochen. Die Jugendlichen haben inzwischen «la machine» gekauft und wir haben die Kosten während unseres Aufenthalts in Thiès bezahlt.

Bezahlung an der ISM

Nachmittags führte uns der Weg in eine private Krankenschwestern- und Hebammenschule. Zwei angehende Hebammen, ein Krankenpfleger und eine Krankenschwester in Ausbildung warteten auf uns. Hier erfuhren wir u.a., dass im zweiten von den drei Ausbildungsjahren immer wieder Praktika zu absolvieren sind.

 

Zum Schluss fuhren wir noch in eine andere Ausbildungsstätte für Pflegepersonal. Beim Gespräch mit dem Jugendlichen, der Hilfs-Krankenpfleger werden will, erfuhren wir mehr über die prekäre finanzielle Situation seiner Familie.

 

Bei den letzten beiden Studenten hat der Unterricht an der UNI noch nicht begonnen, obwohl das laufende Schuljahr im Oktober 2018 anfing. Ausstehende staatliche Subventionen hat die Schulleitung bewogen, den Unterricht vorderhand auszusetzen… Das Schulgeld haben wir bei der UNI vorsorglich als Depot hinterlegt.

Buchhalter der Krankenpflegeschule

Zusammenfassend haben wir für zwölf Jahresausbildungen das Schulgeld zahlen können und zusätzlich insgesamt 3 Laptops gekauft.  Für eine Pflegelehrtochter, welche in Zahlungsrückstand kam, weil ihr Vater erkrankt ist, haben wir für 2 Monate das Schulgeld übernommen.

 

Eine weitere Erkenntnis aus diesen bewegenden, schönen, spannenden und anregenden Gesprächen ist, dass in naher Zukunft die Jugendlichen fast aller Berufsgattungen einen Computer benötigen. Wir setzen uns als künftiges Ziel, dass wir hier in der Schweiz guterhaltene, brauchbare Occasions-Laptop oder Spender für den Kauf von neuen (direkt vor Ort kostet ein Laptop mit guter Qualität um die 400 Franken) finden können.

 

Alle unsere Begegnungen haben uns überzeugt, dass unsere Kontaktpersonen vor Ort die richtigen Bewerber für uns ausgewählt haben. Wir freuen uns, sie auf ihrem beruflichen Ausbildungsweg begleiten zu dürfen. Das kann nur mit Hilfe unserer Schweizer Freunde gelingen.

 

Krankenstation Ngoye:

 

Im Beisein der örtlichen Behörden, eines Generalunternehmers, des Leiters und der Hebamme der Station und Rahim als unser Projektüberwacher haben wir einiges klären können. Das Gebäude der Geburtenabteilung (maternité) wird  neu gebaut und zwar ausserhalb des bestehenden Areals.

Bauplatz für Neubau Maternité

Der Bloc médecin kann mit vertretbarem Aufwand renoviert werden.  Während der Renovationsarbeiten dieses Blocs können die Räumlichkeiten der alten Maternité als Uebergangslösung benutzt werden.

Bloc médicin

Plan-Überarbeitung

Reisaktion:

 

Für die von uns im Dezember 2018 gestartete Reisaktion haben wir Spenden von rund Fr. 3700.—erhalten. Da wir kein Giesskannen-Prinzip anwenden wollten, haben wir uns bei der Verteilung des Reises auf die Dörfer Ngascop und Pout Diack beschränkt.  Mit dem Grossteil der Spenden haben wir als Sofortmassnahme  6 Tonnen Reis gekauft und durch unsere Kontaktpersonen verteilen lassen. An «unsere» Grundschul-Patenkinder durften wir weitere 38, von den Paten finanzierte  50kg-Säcke übergeben.

 

Bekannte vor Ort haben uns berichtet, dass in den Monaten Juli/August bei den Bauernfamilien die grösste Not herrschen werde. Für 35 Fünfzig-Kilo-Säcke haben wir deshalb dem Verantwortlichen der Caritas Ngascop noch Geld für Reisekäufe im Juli/August gegeben.  Wir sind daran zu überlegen, ob angesichts der grossen Not anfangs Regenzeit wir versuchen sollten, zusätzlich Spendengelder für weitere Reiskäufe erhältlich zu machen.

Den vor Ort überarbeiteten Grundriss-Plan für den Neubau haben wir noch während unseres Aufenthalts in Thiès erhalten. Ebenso den Kostenvoranschlag dafür. Für die Renvoation des Blocs médecin erwarten wir noch den Kostenvoranschlag. Ebenso für die Umgebungsmauer des Neubaus. Die Gemeinde Ngoye leistet an die Gesamtkosten einen symbolischen Selbstbeteilungs-Beitrag. Die entsprechenden Verträge sowie die Mehrwertsteuer-Befreiung macht Rahim. Der von uns verlangte baldige Baubeginn ist für März 2019 geplant. Die Frage der Möblierung haben wir noch offen gelassen.

Reiskauf in Pout Diack

Einzelmassnahmen:

 

Der Familie eines uns bekannten kürzlich verstorbenen Grundschul-Lehrers haben wir Kleider-Pakete übergeben. Wir haben feststellen müssen, dass die Witwe mit der jetzigen Situation vollständig überfordert ist.  Der Ortspfarrer und sein Stellvertreter klären zur Zeit  ab, ob für die ältesten beiden Kindern ein Wechsel der Oberstufe und ein damit verbundener Einzug in ein Internat in Thiès sinnvoll wäre. Wir bleiben dran.

 

In Ngascop haben wir einen Nachmittag lang die Familien einzelner unserer Grundschulpaten-Kinder (siehe oben Reis-Verteilung) zu Hause besucht.

Wir haben vereinzelt familiäre Verhältnisse angetroffen, bei denen nach unserer Auffassung keine patenschaftliche Unterstützung notwendig wäre. Das bestärkt uns in unserer Auffassung bezüglich Unterstützung Jugendlicher: Nicht die Quantität sondern die Qualität in der Auswahl und Betreuung der Jugendlichen durch unsere Kontaktpersonen vor Ort ist für unsere Arbeit entscheidend.

 

Noch etwas Persönliches: (wb)

 

Bei all unseren Kontakten durften wir – trotz vieler prekären Situationen – immer wieder die Fröhlichkeit und die Herzlichkeit von Kindern und Erwachsenen erleben. Was mir jedoch in Thiès immer wieder zu schaffen macht, sind die Talibés. Ich erlaube mir, dazu aus einem Reisebericht von F. Becker «senegalhilfe-verein.de» zu zitieren:

 

«Eines der tragischsten Phänomene, die mit dem Kinderreichtum einhergehen, sind ohne Zweifel die Talibé. Ähnlich wie bei den mittelalterlichen Klosterschulen schicken Familien überzählige Söhne zu einem Marabou (Imam) in die Koranschule. Manchmal erhalten sie dort tatsächlich eine gute Ausbildung, sie können zur Schule gehen und es ist für sie gesorgt. In Mour [ und auch in Thiès sieht man sie überall ] sind es jedoch praktisch Strassenkinder, die ab und zu Koransuren auswendig lernen und ansonsten den Tag damit zubringen, ihr Essen zusammenzubetteln.»

Und wenn ich diese Kinder in den Strassen von Thiès sehe und dann daran denke, dass die jüngsten im Alter unserer Grosskinder sind, dann …….

 

Zum Schluss:

 

Ein grosses MERCI all unseren Bekannten vor Ort, die für unseren Verein arbeiten und unsere Arbeit vor Ort erleichterten. Ohne sie hätten wir nie soviel Arbeit in dieser kurzen Zeit erledigen können. Besonders danken möchten wir Pascal und Sr. Marguerite, Rahim und Khady, Prosper, Abbé Thomas.

Alleine wäre unsere Arbeit im Senegal "ein Chrampf" .

Nur gemeinsam können wir etwas erreichen!

Bericht über die Senegal-Projektreise

vom 9. bis 19. April 2018

 

3. Mai 2018

Teilnehmer: Wolfgang Frei und Walter Burgermeister

Die Idee, dieses Mal mit der etwas günstigeren "Air France" in den Senegal zu fliegen, erwies sich als schlecht: An unserem Buchungstermin war von den Streiks bei dieser Fluggesellschaft noch keine Rede. Nach längerem Hin und Her konnten wir den auf Dienstag gebuchten Hinflug um einen Tag vorverlegen, um den Streiktag zu umgehen. Auf dem Rückflug landeten wir eine Stunde später als geplant in Paris, weshalb wir den auf 07.00 Uhr morgens geplanten Anschlussflug von Paris nach Zürich verpassten. Die übrigen Tagesflüge auf dieser Strecke waren wegen des nun angekündigten Streiks vom Freitag ausgebucht. Es blieb uns deshalb nichts anderes übrig, als 14 Stunden im Flughafen Charles de Gaulle herumzuhängen.

 

Erfreulich in der Anreise in den Senegal war jedoch, dass der neue Flughafen (45 km südöstlich von Dakar) für Reisende nach Thiés verschiedene Vorteile bietet: Einerseits ist die Strecke nach Thiès über Sindia kürzer und andrerseits gibt es viel weniger geschwindigskeits-reduzierende "Dos d'Ans" (Strassenschwellen) als auf der Hauptstrasse von Dakar nach Thiès. Und wenn die sich von den Chinesen gegenwärtig im Bau befindende Autobahn nach Touba einmal fertig ist, ist die Transfer-Strecke nur noch ein "Katzensprung".

 

Das "2-Sterne-Hotel" des Oberstdorfer Vereins "Wasser für Senegal" hat sich für uns als sehr komfortabel erwiesen. Für unsere Verpflegung sorgten das "Hotelpersonal" Rahim und Khady fast rund um die Uhr. An eine Diät war nicht zu denken. Herzlichen Dank an die Beiden.

Die von der Oberstdorfer-Frauen-Reisegruppe allein noch anwesende "Madame école" Heike hat uns an den Abenden manche Reminiszenzen aus den Anfangszeiten ihrer Entwicklungshilfe-Tätigkeiten im Senegal erzählt.

Krankenstation Ngoye

Zusammen mit dem WfS-Projektleiter Rahim und Osman, einem einheimischen Bauleiter, haben wir alle Gebäulichkeiten der Krankenstation vermessen und den baulichen Zustand aller Zimmer beurteilt. Dabei stellte sich heraus, dass sich mehrere Räume in einem baulich noch schlechteren Zustand befinden, als wir bisher angenommen haben. Die im Januar von den Oberstdorfern als sehr schlecht bezeichneten WC's sind tatsächlich in einem für eine Krankenstation katastrophalen Zustand.

Deren Ersatz ist vordringlich. Statt einem zuerst vorgesehenen 5er-Block wird gewünscht, zwei einzelne Gebäude (2er-Block für die Geburtenabteilung, 3er-Block für die medizinische Abteilung) zu erstellen. Das Blechdach muss teilweise ausgewechselt werden, da nach Auskunft des Stationsleiters in der Regenzeit in einzelne Räume Wasser eindringt.

Im Bloc Maternité soll das Gebärzimmer in zwei abgeschlossene Räume aufgeteilt werden.

 

Osman hat inzwischen für die vorgesehenen Arbeiten eine Offerte erstellt und uns diese zugestellt. Gegenüber unserer ursprünglichen Kostenschätzung muss mit Mehrkosten von rund 35 % gerechnet werden. Wir sind jedoch der Ansicht, dass die zusätzlichen Arbeiten notwendig und keine "nice to have" sind.

 

Wegen der Freistellung der senegalesischen Mehrwert-Steuer und der damit verbundenen "Bürokratie-Arbeiten" (Detail-Eingabe an diverse staatliche Stellen) kann mit den Renovationsarbeiten voraussichtlich erst anfangs 2019 begonnen werden. Es bleibt uns deshalb noch etwas Zeit, auch für die Zusatzkosten Spender und Gönner in der Schweiz zu suchen.

 

Dagegen hat sich der Wunsch der Krankenstation, zwei Krankenwagen anzuschaffen, für uns erledigt. Der Staat hat der Station inzwischen zwei Fahrzeuge bereitgestellt. Damit können wir unsere Bemühungen, einen Occasions-Krankenwagen aus der Schweiz in den Senegal zu überstellen, auf's Eis legen. Ebenso erledigt hat sich der Bau einer Wohngelegenheit für die einzige Hebamme. Die Gemeinde Ngoye hat die Kosten für ein zweckmässiges Gebäude übernommen.

 

Diskussionspunkt war die gewünschte Anschaffung eines Ultraschall- gerätes für die Gesundheitsvorsorge von Schwangeren. Die Hebamme vor Ort hat nach eigenen Angaben bisher keine Ausbildung zur Bedienung solcher Apparate absolviert. Sie ist jedoch bereit, eine solche Ausbildung zu absolvieren. Dies ist eine Voraussetzung, damit wir uns für eine Finanzierung eines solchen Gerätes überhaupt engagieren.

Krankenstation Boulal

Über Umwege hat uns hier in der Schweiz eine Anfrage um Unterstützung der Krankenstation in Boulal erreicht. Boulal ist ein Dorf im nordöstlichen Teil Senegals. Wegen einer Fahrzeit von gegen sechs Stunden für einen Weg haben wir uns schon vor der Abreise entschieden, diese Station nicht persönlich zu besichtigen. Wir hatten deshalb einen Termin mit der Gesuchstellerin, Madame BA, Leiterin einer Krankenschwestern-Ausbildungsstätte in Mbour, vereinbart.

 

Sie unterstützt die Krankenstation in ihrem Heimatdorf mit eigenen Mitteln und hat uns um Hilfe angefragt. Nach den von ihr zugestellten Fotos ist die Geburtenabteilung baulich im guten Zustand; was fehlt sind medizinische Einrichtungen und v.a. auch Betten (Die Frauen gebären auf dem Fussboden). Wir haben Frau BA erklärt, dass für uns Ngoye erste Priorität hat. Sie hat dies verstanden, übermittelt uns trotzdem noch eine bereits vorhandene Offerte der gewünschten Anschaffungen.

Finanzierung von beruflicher Ausbildung Jugendlicher

 

Für die administrative Abwicklung ist für uns eine Anlaufstelle für Jugendliche vor Ort unabdingbar. Es ist uns gelungen, dafür einen in Thiès wohnhaften Bekannten für diese Aufgabe zu gewinnen. Er wird für uns die notwendigen örtlichen Arbeiten erledigen: Die Gesuchssteller bei der Antragsstellung beraten, die Gesuche für uns in Bezug auf unsere Kriterien überprüfen und bei einem positiven Bescheid unsererseits die Jugendlichen während der Ausbildung betreuen. Zudem erhalten wir für Kandidaten für die Ausbildung von Krankenpflege-Personal und Hebammen direkt von der Leiterin der Schule in Thiès allfällige Gesuche.

Krebs-Vorsorge-Untersuchung Frauengruppe Peykouk

 

Der Vertreterin der Frauengruppe Peykouk (Quartier am östlichen Stadtrand von Thiès) haben wir das Geld für die Gebärmutterhals-Krebs-Untersuchung überbracht. Der Untersuch von 150 Frauen fand nach unserer Abreise am 21. April 2018 statt.

Soforthilfe

 

Dank spontaner Spenden aus dem Umkreis unseres Vorstandes konnten wir an zwei uns bekannte Pfarrer in Ngascop und Thiès einen schönen Betrag weiterleiten. Sie werden die Spenden für die Unterstützung von ihnen bekannten armen Familien verwenden. In der Stadt Thiès fragen ständig Bedürftige u.a. um Unterstützung beim Kauf von notwendigen Medikamenten an. Das von uns mitgenommene medizinische Hilfsmaterial konnten wir zwei Krankenstationen und dem städtischen Spital in Thiès übergeben.

 

 

Übrige Aktivitäten

 

Wie es im Senegal üblich ist, wurden wir von Freunden überall zum Besuch bei ihnen zu Hause eingeladen. Fröhlich geht es auch jedes Mal beim Mittagessen im Pfarrhaus in Ngascop in grosser Runde zu und her. Einzelne Patenkinder haben wir in den Schulen besucht oder sie sind in unser "Hotel" gekommen.

 

Während unseres Senegal-Aufenthalts wollten wir auch einen Blick über den eigenen Tellerrand werfen:

Besichtigt haben wir die "erste inklusive Realschule Westafrikas" im Ortsteil Fahu in Thiès; ein Projekt von O.N.G. Hilfe für Senegal, wo behinderte und nicht behinderte Schüler in die gleiche Schule gehen können.

 

In Mont Rolland sahen wir den neu erbauten Hühnerstall von Sr. Bernadette und ihren jungen Frauen; in Pallo das Wasserprojekt von WfS und die wieder grünen Gartenparzellen; in Thiès das vom Staate Bayern finanzierte "Bayernhaus" mit einer für unseren Geschmack gar luxeriösen Gartenumgebung….

 

Als Anhängsel von Heike waren wir zum Caritas-Tag in Thies, zu einem Nachtessen beim Evêque André und zur Spendenübergabe in der Berufsschule Lalane eingeladen.

 

Unter dem Titel "Ferien" haben wir das Mittagessen mit Rahim und Khady in einem Restaurant direkt am (sauberen!) Meeres-Strand in Mbour genossen.

Und zum Schluss:

Wir danken allen im Senegal, die uns während unseres Aufenthalts wiederum unvergessliche Momente bereitet haben, vor allem aber danken wir Rahim sowie seiner Frau Khady für die grosse Hilfe.

Rahim und Khady